Mittwoch, 28. September 2011

Von Chicago nach New Orleans September 2011 Teil 7

Jonny Cash und Nashville

Und wieder, nach einem amerikanischen  Frühstück, bestiegen wir um 9:00 Uhr den Bus, um nach Hendersonville zu fahren. Dort lebte Jonny Cash mit seiner Frau June Carter in einem Haus, welches aber leider vor einigen Jahren abbrannte und wir nur noch Reste von Nebengebäuden zu sehen bekamen. In diesem Ort sind Jonny Cash und seine Frau June Carter begraben und dorthin wollten wir, um diesen großen Künstlern unsere Remineszens zu erweisen und einige Zeit stumm an ihrem Grab zu stehen. Zuerst aber, an einer kleinen Kirche, dort konnte der Bus parken, wurde uns der Blick auf diese Tafel freigegeben.


Zu John R. "Johnny" Cash
(geb. 26. Februar 1932, gestorben am 12. September 2003), wir waren also fast an seinem Todestag an seinem Grab, war wohl einer der bekanntesten Songschreiber und auch Sänger, der die amerikanische Country Music des 20. Jahrhunderts maßgeblich beinflußt hat. Aber auch andere Genres gehörten zu seinem Repertoire, wie rockabilly, rock and roll, und zu Beginn seiner Karriere auch Blues, Folk und Gospel. Deshalb findet man ihn sowohl in der "Country Hall of Fame" als auch in der "Gospel Music Hall of Fame".

Johnny Cash wurde neben seiner Frau June Carter auf dem Friedhof „Memory Gardens“ nahe seinem Wohnhaus in  Hendersonville bestattet.
Die Friedhofskultur der USA unterscheidet sich von der deutschen Form der Grabdarstellung erheblich, so bestehen die Friedhöfe oftmals aus großen Rasenflächen mit eingelassenen kleinen Tafeln, die zum Angedenken des Verstorbenen im Boden eingelassen sind und vielfach Hinweise auf sein militärisches Leben beinhalten.


Der Blumenschmuck ist überwiegend künstlich und die Grabstelle erfordert somit keinerlei Pflege außer dem Mähen des Grases.


Nach einigem Suchen fanden wir auf dieser wirklich sehr großen Fläche das Grab von June Carter und Jonny Cash, aber auch einige seiner Freunde, die maßgeblich zu seinem Erfolg beitrugen, sind hier begraben.



Leider war der Tumult um die Grabstelle groß und so konnte ich mich von ihm nicht so verabschieden, wie ich es gern getan hätte. Ein kleiner Rundgang, der uns zu dem Platz führen sollte, an dem Carter und Cash gelebt hatten, zeigte und die Villen der "Schönen" und "Reichen" von Nashville, bevor wir in die Stadt zurückfuhren.



In Nashville angekommen, fuhren wir erst einmal zum Frischmachen ins Hotel, bevor uns der Busfahrer nach Downtown brachte und uns freiließ, damit wir auf eigene Faust die Stadt erkunden konnten.
Es begann mit der "Country Hall of Fame" in der wir aber nur die Halle betraten, der Eintritt in die "hinteren Gemächer" war schon etwas sehr teuer"


Nun ging es in die "City" genannt "The District", dort sind alle bekannten Sehenswürdigkeiten angehäuft und wir liessen das einfach auf uns wirken. Aus allen Ecken war Country Music zu hören und das Leben erschein uns aufregend und sehr bunt.


Einige Ansichten, die überwiegend die Verbindung von Nashville zu seiner Musik wiederspiegeln.



Gitarren überall, an allen Wänden, in allen Schaufenstern, in allen Geschäften, in der Leuchtreklame, einfach überall und machmal sind auch andere Instrumente darunter.




Zwischenzeitlich fuhren wir mit einem Taxi, der Preis war Verhandlungssache und wurde im Laufe der verschiedenen Fahrten immer günstiger, zurück ins Hotel, uns etwas zu erholen, einen Kaffee zu trinken (eine Kaffeemaschine war fast in jedem Hotel Grundausstattung des Zimmers). Aber schon bald, wir hatten uns mit der Familie verabredet, ging es per Taxi zurück nach Downtown. Recht bald fanden wir nach einem ausgiebigen Bummel ein Restaurant, welches uns für ein Dinner zusagte.




Wir hatten hier (noch) einen schönen Abend, wenn auch eine Bestellung eine wenig mißverstanden wurde, es handelte sich hier offensichtlich um eine Vorspeise für sechs Personen.



Später am Abend tranken wir noch in einer der vielen Musikkneipen bei einem hervorragenden Gitarristen ein wiederum sehr kaltes Bier und später hatten wir noch ein Konzert mit einer Sängerin, die uns vor ihrem Auftritt mit Handschlag begrüßte und uns eine Visitenkarte überließ. Unter taria.com kann man hören, zu welchen Leistungen diese Person fähig ist.


... Ach so, die Musiker arbeiten fast immer auf eigene Rechnung, sie haben ein Behältnis, in welches man, wenn's denn gefallen hat, einige "Greenbucks" versenkt.

Noch einige Ansichten, bevor wir den Weg zurück ins Hotel antraten.







Das ist doch mal ein besonderer Hocker!

Dieses Taxi, welches uns zum Hotel brachte, war das preiswerteste, ganze 9 Dollar betrug der Preis (plus Tip, der kommt ja überall hinzu), der beträgt auch hier einen Dollar pro Person und so kommt der Fahrer auch auf seine Kosten. Schon ziemlich spät und ziemlich erschöpft erreichten wir das Hotel, für den nächsten Morgen hiess es, ganz früh aufzustehen denn es sollte schon um 8:00 Uhr weitergehen.  Wohin?

"Walkin' on Memphis"

(c) Rolf Glöckner

1 Kommentar:

  1. Toller Reisebericht...bin ein großer Cash Fan, aber das knapper werdende Geld wird es mir wohl nicht möglich machen, mal nach Nashville zu fahren. Danke für die schönen Fotos. LG

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