Samstag, 24. September 2011

Von Chicago nach New Orleans September 2011 Teil 5

Saint Louis

Die große Stadt am Zusammenfluß des Missouri und des Missisippi sollte nach dem Ausflug zu den Mounds unser nächstes Ziel sein, jedoch unser Reiseleiter Tom hatte natürlich wieder einige kleine Überraschungen parat. So fuhren wir zuerst quer durch die Stadt Saint Louis, einstmals Startpunkt der berühmten Louis und Clark Expedition, zum Jefferson Memorial Park, der im Angedenken des US-Präsidenten Thomas Jefferson angelegt wurde.


Nach einem kleinen Rundgang und der Besichtigung verschiedener Denkmäler in der Umgebung fuhr uns der Bus zur Kathedrale, eigentlich richtig: "The Cathedral Basilica of Saint Louis", um diese etwas genauer anzuschauen.



















Die Kathedrale, die wir nicht betreten konnten,es war gerade Gottesdienst, wurde erst 1907 erbaut. Der Bauherr, Erzbischof Clennon, liess dieses Gebäude in pseudoromanischem Stil mit zwei mächtigen Türmen errichten. Papst Paul VI. hatte dieses Kirchengebäude als "Outstanding cathedral of the Americas" bezeichnet. Bei diesem Anblick konnte ich nicht umhin, das Fischauge für ein Foto einzusetzen.


Trotz des Gottesdienstes gelang es, einige Innenaufnahmen, die die Pracht dieser Kathedrale zeigen, zu gewinnen. Die Innenausstattung ist prunkvoll, die Deckenverzierungen sind ebenfalls sehenswert.


Neben der Kirche grüßte der Engel der Harmonie, in der heutigen Zeit sicher unverzichtbar.


In darauf folgenden Fahrt durch die Stadt, das Ziel sollte jetzt der große Bogen, der "Gateway Arch", eigentlich mit vollem Namen "Jefferson Expansion Memorial", sein, boten die gläsernen Hochhäuser manches Spiegelbild, bevor wir den Bogen mit einem angeschlossenen, sehr guten Museum, welches die Expansion nach Westen der USA nahebringt, besuchen konnten.


Es bot sich ein erster Blick auf das monumentale Bauwerk. Um dieses allerdings betreten zu können, war das Überwinden der Sicherheitseinrichtungen erforderlich


Zum Gateway Arch ist folgendes zu sagen:  Es ist das höchste begehbare! Gebäude von Saint Louis und das zweithöchste in ganz Missouri, ach ja, eine Staatengrenze hatten wir ja inzwischen schon wieder überschritten. Der finnischstämmige Architekt konstruierte diesen Bogen 1947 aus lauter gleichseitigen Dreiecken, deren Seitelängen nach oben immer kürzer wurden. Die Wölbung des Bogens wurde von Hannskarl Bandel, einem deutschstämmigen Statiker errechnet.  Der Bau wurde im Jahre 1965 abgeschlossen. Aus dem nachfolgenden Foto kann man die Technik fast erahnen. Leider erlebte der Finne er die Fertigstellung nicht mehr. Da die Stromversorgung in den USA nicht immer funktioniert, sassen im Juli 2006 ein paar hundert Menschen wegen eines Stromausfalls im Arch fest und mußten über  die 1076 Stuffen einer Treppe herausgeholt werden.


Und da hinauf wollten wir, um von ober auf die Stadt zu schauen. Nach einer Kontrolle, schärfer und aufwändiger als an jedem Flughafen, konnten wir endlich die Eintrittskarten für den "Flug durch das Dreieck" ergattern. Die Fahrt nach oben mittels eines Aufzuges, eher eine Mischung aus Lift und Bahn, geschieht in kleinen Gondeln, die maximal fünf Personen Platz bieten. Das ist allerdings nichts für Personen mit Platzangst! .

Die Fahrt führt mit viel Gerumpel auf eine Höhe von 192 Metern und dort befindet sich eine Aussichtsplattform mit Sehschlitzen, die einen fantastischen Blick auf die Stadt bieten.



.... und hinter diesen kleinen Luken warteten die Gondeln für die Abfahrt.



Unten angekommen, ging es ins Museum, in welchem die Eroberung des Westens in vielen Exponaten dargestellt war. Auch die Schöpfer des Arch waren dort zu sehen und viele Informationen über die Expedition von Louis und Clark. Diese beiden Entdecker zogen den Missouri zur Quelle hin, um dabei


Auch die Schöpfer des Arch waren dort zu sehen und viele Informationen über die Expedition von Louis und Clark. Diese beiden Entdecker zogen den Missouri hinauf, um dabei eine Weg zum Pazifik zu finden, was letztendlich auch gelang.



Diese Figuren, es gab mehrere davon und wohl mit einem Bewegungsmelder versehen, erzählten ihre Geschichten, das sind eben die USA. Und wenn wer glaubt, ein Kanu hätte so ausgesehen wie bei Winnetou, der wird hier eines besseren belehrt. Dieses ist ein Kanu!


Bald verliessen wir das Museum, um eine Kleinigkeit zu essen, gern wäre ich in die Spaghetti Factory gegangen, die war aber leider noch nicht offen, am späten Nachmittag sollte es ja noch nach Nashville weitergehen. Vorher aber, im Familienkreise, machten wir noch spontan eine Kutschfahrt durch die Innenstadt und sahen am Ufer des Missouri das Denkmal von Louis und Clark.



Als Überraschung hielt der Bus dann, wieder auf der "Route 66",  bei einem Menschauflauf an. Dahinter verbarg sich ein Eisladen, dessen Besuch auf dieser historischen Straße wohl zum Pflichtprogramm gehört.



Ein Plakat in einem seiner Fenster fiel mir besonders auf und hier ist es:

Das war schon ein wenig zum Schmunzeln. Mit einem großen Eis, welches wir auf dem Platz vor dem Geschäft zu uns nahmen, war auch dieser Abschnitt beendet und mit einem letzten Blick auf den Gateway Arch fuhren wir ins Hotel, schon am nächsten Morgen, und das sehr früh, sollte es schon weitergehen Nashville, der Stadt der Country Musik. Diese Tour sollte auch Kentucky berühren und da gibt es einen amerikanischen Spruch: "What the hell do you want in Kentucky?"

Doch davon mehr beim nächsten Mal.

(c) Rolf Glöckner

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