Dienstag, 13. September 2011

Geburtstagsgedicht für's Cousinchen

Wir haben ein Geburtstagskind
und ich erzähl Euch mal geschwind
aus ihrem Leben und aus Meinem
Darüber braucht ihr nicht zu weinen!

Ich kam zur Welt, sie war schon da,
war wie ein Kind meiner Mama,
weil sie verlor die Mutter gleich,
machte sie doch unser Leben reich.

Ein ganzes Jahr war sie voraus,
für mich so manches Mal ein Graus.
Sie durfte schon zur Schule geh'n,
ich nicht, das fand ich gar nicht schön.

Wir wuchsen auf wie Kinder eben,
und taten Dinge viel erleben,
wir war'n der "Hütte" oft sehr nah;
ach ja, und Paul war auch noch da!

Wir spielten oft im alten Haus,
nie gingen uns die Themen aus.
Auch Kino war oft unser Ziel,
gehörte mit zum großen Spiel.

Die Schule war schon bald vorbei,
was taten wir; wir alle drei?
Zu "OMI" ging es mit viel Schwung,
genossen dort die Ausbildung.

Auch Partyzeit war angesagt,
ich noch zu jung, hab mich beklagt,
geschahen dabei doch so Sachen:
"Langes Fräulein immer Kuss machen!"

Und noch drei Kinder, alles Mädchen,
vergrösserten das kleine Städtchen,
doch bald schon kam die Flüggezeit
und sie verließ uns, reiste weit.

In Canada lang schon sie weilt,
nur selten sind wir hingeeilt
zum Ehrentag zu gratulieren.
Das wollen wir jetzt hier probieren
und rufen laut
Old Shatterhand und auch Mc Cloud:

Glückwunsch zu Deinem Wiegenfeste
und bleib noch lange uns're Beste!



Geschrieben für meine Cousine zum Geburtstag
New Orleans, 16. September 2011

(c) Rolf Glöckner

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