Sonntag, 18. März 2012

Sparen, wie man das in öffentlichen Haushalten versteht!

Ich las es in meiner Gazette und ich erinnerte mich schwach:

Mitte des letzten Jahres beschritt die Stadtverwaltung neue Wege und bat ihre Bürger, Vorschläge zur Gestaltung des Haushaltes für das Fiskaljahr 2012, insbesondere aber des Sparens in demselben, aufzuschreiben und einzusenden.
Dazu konnte man sich bewerben und für die Auswertung der eingegangenen Vorschläge wurde wahrscheinlich jemand eingestellt. (Spart schon mal nicht, kostet nur). Nach langen Beratungen über diesen sogenannten Bürgerhaushalt wurde es öffentlich: Kein einziger der von Bürgern eingereichten Vorschläge wurde angenommen! Dafür wollte man einen autofreien Sonntag und ähnlichen Unfug! (Spart nicht, kostet nur)

Statt dessen empfahl der Bürgermeister, man solle doch die Grundsteuer und auch die Gewerbesteuer erhöhen, das würde dem "Sparhaushalt" etwa 1,5 Millionen einbringen.  Jetzt endlich wurde über den Haushalt 2012 beraten. Es ist jetzt März 2012, warum wurde das nicht schon Ende 2011 beschlossen?
(In der freien Wirtschaft nennt man so etwas ein abweichendes Wirtschaftsjahr und das ist durchaus statthaft!)
Aber so ergab es sich nun: Die Steuererhöhungen wurden mehrheitlich abgelehnt.

Was nun, Stadtverwaltung, jetzt kannst Du ja nicht mehr sparen! Was willst Du machen?  Neue Schulden?  Neue Kassenkredite? Längst bist Du pleite!!!!

Sparen, indem man Steuern erhöht und das noch auf dem Rücken der Bürger ist kein Sparen, das ist schlimmstes Abgreifen von Bürgergeld. Nun begreift  endlich, dass man nur so viel Geld ausgeben kann, wie man einnimmt und wenn man davon am Endes des Jahres etwas übrigbehält, dann hat man gespart!! Alle anderen Behauptungen haben mit "Sparen" nicht das geringste zu tun! Und die Schulden????

Begreift es endlich. Es gilt für alle öffentlichen Haushalte, für Kommunen, die Länder und insbesondere den Bund.

mit wutbürgerlichem Ärger

(c) Rolf Glöckner