Silvesterfeuerwerk.
Warum denn war das Feuerwerk, das wenige, was man erstehen konnte, nur so teuer? Wir saßen in Freundes Keller und schmiedeten die verschiedensten Pläne, bis Bruno, er arbeitete im Stahlwerk und war der Praktiker unter uns, sagte, dass wir es selber machen würden,
So wurden die letzten Groschen zusammengeklaubt, um die für Schwarzpulver notwendigen Ingredienzen zu erstehen. Das war nicht so einfach, aber es gab doch alles in der Dorfapotheke. So hatten wir schnell ds Gewünschte in kleinen Tütchen und der Apotheker sagte, als wir sein Geschäft verließen. "Und keine Dummheiten damit!" Schnell ging es auf die Räder, den Berg hinauf und zurück in unser Kellerrefugium.
Das Zubehör hatten wir nun, aber wie daraus einen Böller machen? Wieder half uns Bruno auf die Sprünge. "Wir brauchen ein Rohr, Klebstoff, Isolierband und eine Menge Seiten Butterbrotpapier, den Rest werde ich dann schon machen."
Wir begannen unser Werk und schon bald stand eine Papprolle vor uns. In einem Kochtopf, den wir den Eltern des Freundes aus der Küche entwendet hatten, begannen wir nun, unsere Mischung herzustellen. "Aber das knallt dann doch nur, wie bekommen wir es bunt?", wollte Werner wissen.
"Das machen wir morgen, ich muss ja noch arbeiten, ich bringe aus dem Werk etwas mit." entgegnete Bruno und so trennten wir uns.
Der nächste Tag, schon Silvester, führte uns erneut zusammen und Bruno packte verschiedene Metallstücke aus, Eisen, Aluminium, Kupfer und verschieden andere Dinge. "So", sagte er, daraus machen wir jetzt feine Späne, eine dafür passende Feile habe ich mitgebracht" So begannen wir, an den Metallstücken herumzufeilen und die kleinen Metallspäne sorgfältig auf einem Blatt Papier zu sammeln. Nach einiger Zeit waren die verschiedensten Pülverchen entstanden, die nun unserer Mischung hinzugefügt. Das Papprohr wurde inzwischen von der einen Seite verschlossen und mit viel Isolierband umwickelt, dahinein füllten wir nun unsere Pülverchen. Nun noch eine Zündschnur, die Bruno, der Tausendsassa, schon am Abend vorher selbst hergestellt hatte, hinein und das Ganze verschließen.
Und jetzt hieß es warten.
In der Nacht, wir durften in unserem Keller auch ein wenig Silvester feiern, machten wir uns, mit vielen Streichhölzern bewaffnet, auf den Weg den Berg hinauf. Oben angekommen, der Platz sollte ein Baumstumpf sein, der unseren Böller aufnehmen sollte und als über dem Ort die erste Rakete aufstieg, zündeten wir unser selbst hergestelltes Feuerwerk.
Aber er wollte nicht explodieren! Die eine Seite des Rohrs öffnete sich und unser Konstrukt begann zu fliegen, stieg torkelnd auf, sich dabei in der Luft mehrfach überschlagend und zog einen wunderschön bunten Schweif hinter sich her.
In einer Höhe von wohl über einhundert Metern explodierte unser zu einer Rakete mutierter Böller mit einem Krach, den wir so noch nie gehört hatten. Wir standen mit offenen Mündern und waren begeistert und glücklich darüber, dass uns ein solch außergewöhnliches Silvesterfeuerwerk gelungen war.
Aber wie immer, unser Raketenstart hatte, wie eigentlich immer, wenn wir etwas angestellt hatten, ein Nachspiel. Anwohner aus einem der benachbarten Häuser hatten unsere Eltern informiert und so hatten wir am Neujahrstag allerlei Erklärungen abzugeben.
Egal, schön, spannend und auch aufregend war es doch!
(c) Rolf Glöckner
Die hier veröffentlichten "Kleinen Geschichten" sind mein geistiges Eigentum. Sie unterliegen damit dem Urheberrechtsschutz. Eine Weiterverarbeitung, sowohl elektronisch als auch in Printmedien, ganz oder in Teilen bedarf meiner ausdrücklichen Genehmigung, die vor der Verwendung einzuholen ist. (c) Alle Rechte vorbehalten! Rolf Glöckner, Oldenburg
Sonntag, 30. Dezember 2012
Samstag, 1. Dezember 2012
And the winner is....
Es war heute ein überraschender Tag. Tom Jay, der das Cover zu meinem Buch "Spiegelwelten Die zwölf Bücher" gestaltete, hatte mit allen Covern, die aus seiner Produktion stammten, einen kleinen Wettbewerb ausgeschrieben, bei der Stimmen abzugeben waren, Stimmen, welches Cover denn am Besten gefiel.
Heute erschien das Ergebnis!
Das Cover zu meinem Buch hatte gewonnen. Darüber freue ich micht und danke allen, die diesem Cover ihrer Stimme gaben und es so erfolgreich machten.
Mein Dank gilt natürlich Tom Jay, der diese Titelseite sehr professionell und mit viel Gefühl für den Inhalt des Buches gestaltete. Eine Empfehlung für ihn und ein Folgeauftrag, so es denn dazu kommt, ist ihm gewiss!
Und hier ist das Siegercover:
Nochmals mit einem lieben Dank an alle Beteiligten
(c) Rolf Glöckner
Sonntag, 4. November 2012
Fremde Himmel
Sterne und Nebel
Mond und die Straße
oh, dass ich nie mehr
von dir lasse!
Mond und die Straße
oh, dass ich nie mehr
von dir lasse!
Das schönste Feuerwerk liefert das Sternenfeld!
Bilder zum Träumen
gesehen in Namibia unter einem Sternenhimmel
der seinesgleichen sucht.
(c) Rolf Glöckner
Sonntag, 19. August 2012
Astronomisches
Astronomienächte
In Portsloge bei Oldenburg fand ein Astronomie – und Astrofotografentreffen statt. Die Nacht von Freitag auf Samstag war leider nicht klar, immer wieder zogen Wolken durch, aber die Nacht von Samstag zum Sonntag entschädigte für das lange Warten auf die Dunkelheit. Etwa 30 Begeisterte waren mit ihren Teleskopen und Kameras gekommen, um diese oder jene Aufnahme von interessanten Himmesobjekten zu gewinnen. Ich beschränkte mich auf weitwinklige Aufnahmen in die Milchstraße, zwischendurch machte auch die ISS unsere Aufwartung und am Sonntg morgen, dem 19. 12., schenkte uns die Sonne, wie schon am Samstag Morgen, wunderschöne Ansichten, von denen ich hier einige Fotos zeigen möchte.
Sonne freihand durch ein Sonnenteleskop, oben links eine große Protuberanz.
Es waren ereignisreiche Nächte und schon jetzt freue ich mich darauf, im nächsten Jahr wieder an diesem Treffen teilnehmen zu können.
(c) Rolf Glöckner 17. - 19. 8. 2012
In Portsloge bei Oldenburg fand ein Astronomie – und Astrofotografentreffen statt. Die Nacht von Freitag auf Samstag war leider nicht klar, immer wieder zogen Wolken durch, aber die Nacht von Samstag zum Sonntag entschädigte für das lange Warten auf die Dunkelheit. Etwa 30 Begeisterte waren mit ihren Teleskopen und Kameras gekommen, um diese oder jene Aufnahme von interessanten Himmesobjekten zu gewinnen. Ich beschränkte mich auf weitwinklige Aufnahmen in die Milchstraße, zwischendurch machte auch die ISS unsere Aufwartung und am Sonntg morgen, dem 19. 12., schenkte uns die Sonne, wie schon am Samstag Morgen, wunderschöne Ansichten, von denen ich hier einige Fotos zeigen möchte.
Sonnenaufgangsschattenspiele
Sonne freihand durch ein Sonnenteleskop, oben links eine große Protuberanz.
Die ISS gibt sich die Ehre. Im Hintergrund kann die Milchstraße schon erkannt werden.
Auch die Milchstraße ist bei günstigen Bedingungen über Deutschland zu sehen.
Eine andere Richtung, über dem Horizont der helle Fleck sind die Plejaden, oben links der große Wagen und auch hier Teile der Milchstraße
Sonnenaufgang Sonntag früh, ein wunderschönes Schauspiel.
Es waren ereignisreiche Nächte und schon jetzt freue ich mich darauf, im nächsten Jahr wieder an diesem Treffen teilnehmen zu können.
(c) Rolf Glöckner 17. - 19. 8. 2012
Mittwoch, 15. August 2012
Wärmehalle
Wärmehalle
Was ist denn das, eine Wärmehalle?
Im Winter, wenn der Frost die Welt in seinen eisigen Klauen hielt und es zu den Pausen klingelte, gingen wir ungern nach draußen. Der jeweilige Aufsichtslehrer war aber anderer Meinung und trieb uns hinaus und wir verdrückten uns Richtung Fahrradstand, dort waren die Toiletten, nur von draußen zu erreichen und der Heizungsraum untergebracht, den wir natürlich zuerst versuchten, aufzusuchen. Das kostete allerdings Eintritt in Form eines Zigarillos im Wert von zehn Pfennig, das war die Bestechung für den Hausmeister, der im Winter überwiegend damit beschäftigt war, die alte Koksheizung in Gang zu halten. Es war sicherlich keine gute Luft darinnen, aber es war wenigstens warm. Erwischte mn uns dort, die Lehrer kannten natürlich diese Versteckspielereien, wurden wir wieder hinausbefördert, um uns nach kurzer Zeit auf der Jungentoilette wieder einzufinden.
Die war allerdings vor einiger Zeit frisch gestrichen worden und diese Sauberkeit und Helligkeit störte uns und so wurde eine neue Idee geboren.
Unter der Decke des Raumes lief ein Rohr, welches wir zuerst auf seine Festigkeit untersuchten, denn wir wollten das Weiß etws abmildern. Das Rohr hielt das Gewicht eines Schülers aus und so wurden folgenden Dinge benötigt: Einen kleinen Topf schwarze Farbe, einen Pinsel und ein paar alte Schuhe.
In einer Freistunde, unsere Französischlehrerin war erkrankt, stieg das Unternehmen.
Einer der Schüler zog die alten Schuhe an und wurde unter Gelächter hochgehoben und an das unter der Decke entlanglaufendes Rohr gehängt. Nun wurden die Schuhsohlen schwarz gestrichen und der oben hängende Schüler stapfte die Wand hinauf, schwarze Spuren hinterlassend. Weiter ging es dann, die Decke entlang und an der anderen Seite wieder herunter. Es war für den, derr die Spuren zu machen hatte, sicher nicht einfach aber unter Gelächter wurde das Werk vollendet. Wunderschöne Fußspuren waren so entstanden und es sah aus, als sei jemand die Wand hinaufgelaufen, um dann an der Decke entlang die andere Wand des Raumes wieder hinunterzusteigen..
Wir trollten uns und in der nächsten Pause machte sich Gewisper auf dem Schulhof breit und nach und nach wurde das Kunstwerk, auch von den Mädchen natürlich, besichtigt. Leider rief das aber auch die Lehrer auf den Plan und ihnen war sofort klar, wer das gewesen sein konnte. In der nächsten Stunde hatten wir in unserer Klasse den Dirketor zu Besuch, der sich ein Lachen ob diesen Scherzes nicht verkneifen konnte und er verdonnerte uns, diese Flecke zu entfernen und die Stellen neu zu streichen, was wir dann an einem lustigen Nachmittag, die ganze Klasse war selbstverständlich anwesend, auch taten.
Die Schule existiert noch heute und beherbergt jetzt eine Grundschule, da es bald wegen fortschreitender Baufälligkeit unserer geliebten Schule nötig war, ein neues, modernes Schulzentrum zu bauen.
(c) Rolf Glöckner
Der Wissenschaftler
Der Wissenschaftler
Sehr spannend waren für uns immer wieder die naturwissenschaftlichen Unterrichtsstunden, besonders die Fächer Physik und Chemie hatten es uns dabei angetan.
Da rauchte, qualmte und stank es manchmal bestialisch und gerade die Chemie regte uns zu Nachahmungen an, doch davon später mehr.
Unser Lehrer erschien uns als ein ängstlicher Mensch, seiner Sache, die er vorzuführen gedachte, oftmals nicht sicher. Und so kam er schon in den frühen Morgenstunden in das alte Gemäuer und baute im Physiksaal das auf, was er uns vorzuführen gedachte.
Mit sich und der Welt zufrieden, alles hatte funktioniert, wartete er dann auf den Unterrichtsbeginn.
Schon ziemlich aufgeregt betraten wir den Wissenschaftssaal und waren gespannt, was es nun heute wohl geben würde. Ein Versuch mit Meßgeräten, verschiedenen Glasgefäßen und Behältnissen mit allerlei Chemikalien waren aufgebaut und warteten schon auf uns.
Der Unterricht begann und nach einigen einleitenden Worten unseres Lehrers, die den Sinn und Zweck dieser Vorführung erklären sollten, startete er den Versuch.
Und es geschah "NICHTS", es funktionierte einfach nicht.
Hektisch begann er, alles noch einmal zu überprüfen, die Zeit rann dahin und leises Gekicher machte sich breit. Nach einiger Zeit, wohl die Hälfte der Stunde war schon vergangen, ging ein hilfloser Blick ind das Auditorium und einige Schüler erbarmten sich, kamen nach vor und es wurde in gemeinsamer Arbeit der Versuch überprüft, richtiggestellt und neu gestartet. Und siehe da, es funktionierte! Es klingelte zur Pause und die Stunde war vorbei!
Aus dem Chemieunterricht nahmen wir Kenntnisse mit, die uns befähigten, Lehrer mit kleinen Explosionen oder gefährlich aussehenden Bränden, die plötzlich draußen auf einer Fensterbank unseres Klassenzimmers aufloderten, zu erschrecken. Auch mit Schwarzpulver wurde experementiert, so gelang es, einen Knallkörper zu bauen, der sich aber eher wie eine Rakete verhielt und erst in etwa dreihundert Metern Höhe mit einem lauten Knall explodierte. Das gefiel der Polizei, die kurz darauf am Tatort erschien, aber überhaupt nicht.
(c) Rolf Glöckner
Dienstag, 14. August 2012
Grundsteinlegung
Grundsteinlegung
Und hier sind noch diejenigen (fast), die damals auf dem Blatt unterschieben hatten, das war allerdings 50 Jahre später!
Und es ging das Gerücht, dass beim Umbau der alten Gebäude, heute ist dort eine Grundschule untergebracht, dieses Glas angeblich gefunden wurde.
(c) Rolf Glöckner
Das Ende der Schulzeit rückte immer näher und da unsere Klasse einen gewissen Ruf zu verteigen hatte, wurde überlegt, was zu tun sei, um den Abschied so zu gestalten, dass auch vielleicht die Nachwelt davon erfahren würde.
Das alte ehrwürdige Schulgebäude war inzwischen schon etwas in die Jahre gekommen und es fehlte an allerlei Reparaturen an den Fluren, den Klassenräumen, den Türen und auch die Wände unseres Klassenzimmers, in dem wir die meiste Zeit zugebracht hatten, war schon, na ja, baufällig war vielleicht nicht ganz richtig, schon ziemlich mitgenommen.
Eine Idee wurde geboren. Ganz vorsichtig begannen wir hinter der letzten Bankreihe von der Wand etwas Putz zu entfernen, die dabei entstandenen Spuren wurden natürlich vor der nächsten Stunde beseitigt, so dass unsere "Bauarbeiten" nicht sonderlich auffielen.
Bald war das Loch, ein Teil des dahinter zum Vorschein kommenden Steines musste ebenfalls entfernt werden, groß genug, um dass, was wir darin verbergen wollten, durchaus aufnehmen konnte. Nun benötigten wir noch ein Gls mit einem Deckel, das wurde auch schnellstens beschafft, gab es doch im Kunstuntericht Gläser, die für die Wasserfarbenmalerei benötigt wurden, in Massen. Eines davon, es hatte auch noch einen Deckel, wurde in die Klasse transportiert und jeder, der die Schule nun bald verlassen würde, schrieb seinen Namen auf ein Blatt Papier. Sorgfältig gefaltet, wanderte dieser Zettel in das Glas, dieses wurde in dem Loch versenkt und nun musste nur noch gemauert werden. Das benötigte Handwerkszeug, eine Kelle und ein Reibbrett und auch schon fertig angemischten Zement, der lediglich nur noch mit Wasser angerührt werden musste, warbereits vorhanden.
Nun ging es ans Werk, das Glas wurde einzementiert und als die Pause zu Ende war, waren fast alle Spuren verwischt. Gottseidank war auch die Wandfarbe nicht mehr weiß sondern überwiegend grau, so dass unsere Maurerarbeit nicht auffiel.
Dieser kleine Spaß sollte unsere Grundsteinlegung sein und vielleicht würde ja doch die Nachwelt davon erfahren.
Das alte Schulgebäude, als wir dort unterrichtet wurden.
Und es ging das Gerücht, dass beim Umbau der alten Gebäude, heute ist dort eine Grundschule untergebracht, dieses Glas angeblich gefunden wurde.
(c) Rolf Glöckner
Donnerstag, 7. Juni 2012
Wo bitteschön bleibt denn das Positive?
Es ist unverständlich!
Ich schlage die Zeitung auf und streife die Überschriften, einen ersten Überblick verschaffen!
Und was sehe ich da?
Betrüger machen Kasse
Streit um Betreuungsgeld geht weiter
Tod von Nummer 2 trifft Al-Kaida
Scharfer Wind in Rußland - Polizeistaat-
Asse-Lauge in Nordsee pumpen
Kind stürzt aus sechster Etage
Neugeborenes vor Laden ausgesetzt
Neunjährigen brutal verprügelt
Leichenteile an Schulen in Kanada geschickt
Reisebus kracht gegen Laster: 25 Verletzte
Lebensgefährliche Verletzungen
Höhere Gas- und Strompreise drohen
Doppel-Anschlag in Kandahar
und so weiter und so weiter.
Wo bleibt das Positve?
Ist positiv, wenn ein Paar goldene Hochzeit feiert?
ist es positiv, wenn jemand im Fußball gewinnt?
Ist es positiv, wenn die Polizei einen Rechtsterroristen festnimmt
Warum, liebe Zeitung, veröffentlich Ihr nicht genug Positives?
Ist Euch die Achtsamkeit vor dem Leben und vor Euren Lesern vollkommen abhanden gekommen?
Habt Ihr Euch auf ein Niveau herabbegeben, welches dem vieler Zuschauer von Privatsendern entspricht?
Schreibt Ihr überwiegend für die Masse? Das wenige über Kultur, reicht das?
Da kann man ja nicht nur graue Haare bekommen und ich denke, mir wird das Lachen auch bald vergehen, ich bin schon ganz grau!
(c) Rolf Glöckner (07.06.2012)
Ich schlage die Zeitung auf und streife die Überschriften, einen ersten Überblick verschaffen!
Und was sehe ich da?
Betrüger machen Kasse
Streit um Betreuungsgeld geht weiter
Tod von Nummer 2 trifft Al-Kaida
Scharfer Wind in Rußland - Polizeistaat-
Asse-Lauge in Nordsee pumpen
Kind stürzt aus sechster Etage
Neugeborenes vor Laden ausgesetzt
Neunjährigen brutal verprügelt
Leichenteile an Schulen in Kanada geschickt
Reisebus kracht gegen Laster: 25 Verletzte
Lebensgefährliche Verletzungen
Höhere Gas- und Strompreise drohen
Doppel-Anschlag in Kandahar
und so weiter und so weiter.
Wo bleibt das Positve?
Ist positiv, wenn ein Paar goldene Hochzeit feiert?
ist es positiv, wenn jemand im Fußball gewinnt?
Ist es positiv, wenn die Polizei einen Rechtsterroristen festnimmt
Warum, liebe Zeitung, veröffentlich Ihr nicht genug Positives?
Ist Euch die Achtsamkeit vor dem Leben und vor Euren Lesern vollkommen abhanden gekommen?
Habt Ihr Euch auf ein Niveau herabbegeben, welches dem vieler Zuschauer von Privatsendern entspricht?
Schreibt Ihr überwiegend für die Masse? Das wenige über Kultur, reicht das?
Da kann man ja nicht nur graue Haare bekommen und ich denke, mir wird das Lachen auch bald vergehen, ich bin schon ganz grau!
(c) Rolf Glöckner (07.06.2012)
Dienstag, 5. Juni 2012
Venusdurchgang
Der Wecker schrillte, es war vier Uhr dreißig, erst einmal aufstehen und nach draußen schauen, Na ja, für eine Beobachtung des Venusdurchganges sah es nicht besonders gut aus, doch Kameras eingepackt und zum Utkiek gefahren, das ist ein renaturierter Müllberg in Oldenburg und damit die höchste Erhebung im norddeutschen Flachland. Und ich war nicht allein dort. Trotz der für diese Jahreszeit ungewöhnlichen Kälte, in der Nacht war das Thermometer auf 5 ° gefallen, waren einige Astronomiefreunde, mit Ferngläsern und Kameras bewaffnet, schon vor Ort, um vielleicht dieses seltene Ereignis mitzuerleben. Und das Wetter tat uns den Gefallen. Am Horizont bildete sich eine Wolkenlücke, in welche hinein die Sonne aufging. Jetzt aber schnell die Kamera heraus und einige Aufnahmen, es war ja doch dunstig, gelangen, ohne einen Sonnenfilter benutzen zu müssen. Auch in einem Fernglas, mit einem Filter versehen, konnte man die Venus vor der rotglühenden Sonnenscheibe deutlich sehen. Viele Aufnahmen wurden gemacht und hier sind die Ergebnisse dieses Ereignisses in der zeitlichen Abfolge:
(c) Rolf Glöckner 6. 6. 2012
(c) Rolf Glöckner 6. 6. 2012
Montag, 16. April 2012
Das ist Globalisierung!
Wie aus gut unterrichteten Kreisen der Stadtverwaltung verlautet, wird die Verwaltung mit allen ihren Ämtern und den stadteigenen Betrieben eine generelle Umstellung der derzeit verwendeten EDV-Systeme vornehmen.
Aus Indien wurde dazu Herr Mahatma Fatal Error eingeflogen. Dieser hat seine Arbeit bereits aufgenommen und die ersten Umstellungen bereits erfogreich abgeschlossen.
Neue Rechner, in Indien gefertigt, werden mit dem Label "Inder inside" versehen. Als Betriebssystem soll "Indus 2010" zum Einsatz kommen.
Als Basis wird ein Mother-Theresa-Board verwendet.
Auf den neuen Tastaturen fehlt das "Q" ( "Q" ist in Indien heilig, die Benutzung von "Q" hätte unvorhersehbare Auswirkungen).
Folgende Änderungen sind für die Benutzer ab sofort von großer Wichtigkeit:
Aus Indien wurde dazu Herr Mahatma Fatal Error eingeflogen. Dieser hat seine Arbeit bereits aufgenommen und die ersten Umstellungen bereits erfogreich abgeschlossen.
Neue Rechner, in Indien gefertigt, werden mit dem Label "Inder inside" versehen. Als Betriebssystem soll "Indus 2010" zum Einsatz kommen.
Als Basis wird ein Mother-Theresa-Board verwendet.
Auf den neuen Tastaturen fehlt das "Q" ( "Q" ist in Indien heilig, die Benutzung von "Q" hätte unvorhersehbare Auswirkungen).
Folgende Änderungen sind für die Benutzer ab sofort von großer Wichtigkeit:
- Die häufig zu sehende Sanduhr ist durch einen animierten Guru ersetzt.
- Dr bisherige Microsoft-Papierkorb wird durch "Nirwana" ersetzt.
- Der Task Manager heißt ab sofort "Maharadscha"
- Der Desktop wird durch "Taj Mahal" ersetzt.
- Das bisher im Einsatz befindliche Office-Paket wird gegen "Kaste 2010" ausgetauscht.
- Für den Gang ins Internet wird "Himalaya 5.8" den bisherigen Internet Explorer ersetzten. Dazu gibt es eine neue interaktive Anwendung mit Namen "Kamasutra 6.0". Wird dieses Programm verwendet, erscheint auf der Stirn ihres Rechners ein Punkt.
- Im Laufe des nächsten Monats wird die Oracle-Datenbank durch "Delhi 8.0" ersetzt.
- Die Webcam für die Internettelefonie heisst ab sofort "Shivas Auge".
Weitere Programme, die ab sofort verfügbar sein werden, sind das Grafikprogramm "Brahmane 3.0", das Kalender-Tool "Krishna 3.6" und als Mail-Client findet ab sofort "Atman 3.1" Verwendung.
Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass das Pausenprogramm Moorhuhnjagd durch "Flying Curry Chicken" ersetzt wurde.
Als Sicherungsverfahren soll das Programm Paikriti verwendet werden.
Die Stadtverwaltung verspricht sich von diesem Wechsel eine schnellere Bearbeitung der Anliegen ihrer Bürger..
Stellt sich dem Bürger doch die Frage: Warum jetzt plötzlich Indien, warum nicht China?
- Dr bisherige Microsoft-Papierkorb wird durch "Nirwana" ersetzt.
- Der Task Manager heißt ab sofort "Maharadscha"
- Der Desktop wird durch "Taj Mahal" ersetzt.
- Das bisher im Einsatz befindliche Office-Paket wird gegen "Kaste 2010" ausgetauscht.
- Für den Gang ins Internet wird "Himalaya 5.8" den bisherigen Internet Explorer ersetzten. Dazu gibt es eine neue interaktive Anwendung mit Namen "Kamasutra 6.0". Wird dieses Programm verwendet, erscheint auf der Stirn ihres Rechners ein Punkt.
- Im Laufe des nächsten Monats wird die Oracle-Datenbank durch "Delhi 8.0" ersetzt.
- Die Webcam für die Internettelefonie heisst ab sofort "Shivas Auge".
Weitere Programme, die ab sofort verfügbar sein werden, sind das Grafikprogramm "Brahmane 3.0", das Kalender-Tool "Krishna 3.6" und als Mail-Client findet ab sofort "Atman 3.1" Verwendung.
Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass das Pausenprogramm Moorhuhnjagd durch "Flying Curry Chicken" ersetzt wurde.
Als Sicherungsverfahren soll das Programm Paikriti verwendet werden.
Die Stadtverwaltung verspricht sich von diesem Wechsel eine schnellere Bearbeitung der Anliegen ihrer Bürger..
Stellt sich dem Bürger doch die Frage: Warum jetzt plötzlich Indien, warum nicht China?
(c) Rolf Glöckner
Dienstag, 3. April 2012
Nachwendezeit, so begann es.
Schon 1990 gabe es in den damals noch sogenannten "Fünf Neuen Ländern" sofort viel zu tun. Einige kleine Geschichten aus dieser Zeit haben sich so zugetragen:
In Magdeburg war ein Projekt aufgelegt worden, welches damit befasst war, in der Großgaserei ein Rechenzenrum einzurichten, die Software zu installieren und damit die bestehenden Verwaltungsmöglichkeiten auf einen technisch und betreibswirtschaftlich hohen Stand zu bringen.
Das Projekt sollte schon am 4. Februar, also noch im Winter, beginnen, ich traf dort aber erst, es ging nicht anders, am 5. Februar 1990 mit einer guten Wegebeschreibung, die man mir übermittelt hatte, ein und wurde am Tor der Großgaserei von einem freundlichen Herrn, dem man die Aufregung schon ansah, abgeholt und ins Büro, welches für längere Zeit mein Projektstandort sein sollte, gebracht.
Das Büro hatte den Charme der 50' Jahre, bunte Gardinen, ein Wohnzimmerschrank als Büromöbel, Holzschreibtische und ebensolche Holzstühle mit einem blauen kratzigen Bezugsstoff.
So verging der Tag mit vielen Vorbereitungen und Gesprächen und dann bekam ich meine Einweisung! Ein kleiner Zettel auf dem stand: "Einweisung ins Bauarbeiterhotel" Man empfahl mir mein Auto auf dem Werksgelände stehen zu lassen und verpasste mir einen Trabbi, mit dem ich knatternd und einer blauen Wolke das Hotel, ein dreizehnstöckiger Plattenbau, auch problemlos mit Zwischengas beim Schalten, erreichte. Dor gab man mir einen Schlüssel, der Fahrstuhl war defekt und so schleppte ich meine Sachen in den 10. Stock, schloss die Zimmertür auf und befand mich in einer Dreiraumwohnung, die aber schon bewohnt war. Die kleine Küche sah grauslich aus, einige schmutzige Töpfe und noch schmutzigere Gummistiefel standen, beziehungsweise lagen unaufgeräumt umher. Ich also mit meinem Gepäck wieder nach unten. An der Rezeption verlangte ich eine Unterbringung nur für mich und wurde etwas merkwürdig angeschaut. Ein Wessi! Ich bekam dann im 7. Stock eine freie Zweiraumwohnung. Am nächsten Morgen, dass will ich hier noch eben erzählen, gab es im Erdgeschoss ein Frühstück. Hinter der Essenausgabe, die an ein Fenster erinnerte, saß eine Matron, die jedes Teil, das ich verlangte, auf ein Tablett schichtete und dann jedes Teil einzeln berechnete. Ich habe noch nie so preiswert gefrühstückt.
Fortsetzung folgt.
(c) Rolf Glöckner
In Magdeburg war ein Projekt aufgelegt worden, welches damit befasst war, in der Großgaserei ein Rechenzenrum einzurichten, die Software zu installieren und damit die bestehenden Verwaltungsmöglichkeiten auf einen technisch und betreibswirtschaftlich hohen Stand zu bringen.
Das Projekt sollte schon am 4. Februar, also noch im Winter, beginnen, ich traf dort aber erst, es ging nicht anders, am 5. Februar 1990 mit einer guten Wegebeschreibung, die man mir übermittelt hatte, ein und wurde am Tor der Großgaserei von einem freundlichen Herrn, dem man die Aufregung schon ansah, abgeholt und ins Büro, welches für längere Zeit mein Projektstandort sein sollte, gebracht.
Das Büro hatte den Charme der 50' Jahre, bunte Gardinen, ein Wohnzimmerschrank als Büromöbel, Holzschreibtische und ebensolche Holzstühle mit einem blauen kratzigen Bezugsstoff.
Aber eine Kaffeemaschine war auch schon da und der erste Kaffee brachte mich fast um! Ich schaute nach und sah einen Kaffeefilter, der bis an den Rand mit Kaffeemehl gefüllt war, also als erste Augabe war zu vermitteln, wie man Kaffee kocht. Sie hatten es gut gemeint, aber ich habe in der Nacht senkrecht im Bett gesessen.
Nun wurde das Rechenzentrum angeschaut, welches in einem ehemaligen Zeichensaal technisch einwandfrei eingerichtet war. Nach einem Gespräch mit dem Leiter dieses Projektes, einem IBM'er, der mich auf den Stand des Projektes brachte, begann die Arbeit. Am installierten System waren nach meinen Schätzungen noch einige Veränderungen vorzunehmen, so sollte eine von der eigentlichen Produktion losgelöste Testumgebung eingerichtet werden, damit Softwarewartungen durchgeführt werden konnten, ohne die EDV-Produktion, die sich aus dem Rechnungswesen und diverse anderen Bausteinen zusammensetzten, zu stören.
So verging der Tag mit vielen Vorbereitungen und Gesprächen und dann bekam ich meine Einweisung! Ein kleiner Zettel auf dem stand: "Einweisung ins Bauarbeiterhotel" Man empfahl mir mein Auto auf dem Werksgelände stehen zu lassen und verpasste mir einen Trabbi, mit dem ich knatternd und einer blauen Wolke das Hotel, ein dreizehnstöckiger Plattenbau, auch problemlos mit Zwischengas beim Schalten, erreichte. Dor gab man mir einen Schlüssel, der Fahrstuhl war defekt und so schleppte ich meine Sachen in den 10. Stock, schloss die Zimmertür auf und befand mich in einer Dreiraumwohnung, die aber schon bewohnt war. Die kleine Küche sah grauslich aus, einige schmutzige Töpfe und noch schmutzigere Gummistiefel standen, beziehungsweise lagen unaufgeräumt umher. Ich also mit meinem Gepäck wieder nach unten. An der Rezeption verlangte ich eine Unterbringung nur für mich und wurde etwas merkwürdig angeschaut. Ein Wessi! Ich bekam dann im 7. Stock eine freie Zweiraumwohnung. Am nächsten Morgen, dass will ich hier noch eben erzählen, gab es im Erdgeschoss ein Frühstück. Hinter der Essenausgabe, die an ein Fenster erinnerte, saß eine Matron, die jedes Teil, das ich verlangte, auf ein Tablett schichtete und dann jedes Teil einzeln berechnete. Ich habe noch nie so preiswert gefrühstückt.
Fortsetzung folgt.
(c) Rolf Glöckner
Donnerstag, 29. März 2012
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