Silvesterfeuerwerk.
Warum denn war das Feuerwerk, das wenige, was man erstehen konnte, nur so teuer? Wir saßen in Freundes Keller und schmiedeten die verschiedensten Pläne, bis Bruno, er arbeitete im Stahlwerk und war der Praktiker unter uns, sagte, dass wir es selber machen würden,
So wurden die letzten Groschen zusammengeklaubt, um die für Schwarzpulver notwendigen Ingredienzen zu erstehen. Das war nicht so einfach, aber es gab doch alles in der Dorfapotheke. So hatten wir schnell ds Gewünschte in kleinen Tütchen und der Apotheker sagte, als wir sein Geschäft verließen. "Und keine Dummheiten damit!" Schnell ging es auf die Räder, den Berg hinauf und zurück in unser Kellerrefugium.
Das Zubehör hatten wir nun, aber wie daraus einen Böller machen? Wieder half uns Bruno auf die Sprünge. "Wir brauchen ein Rohr, Klebstoff, Isolierband und eine Menge Seiten Butterbrotpapier, den Rest werde ich dann schon machen."
Wir begannen unser Werk und schon bald stand eine Papprolle vor uns. In einem Kochtopf, den wir den Eltern des Freundes aus der Küche entwendet hatten, begannen wir nun, unsere Mischung herzustellen. "Aber das knallt dann doch nur, wie bekommen wir es bunt?", wollte Werner wissen.
"Das machen wir morgen, ich muss ja noch arbeiten, ich bringe aus dem Werk etwas mit." entgegnete Bruno und so trennten wir uns.
Der nächste Tag, schon Silvester, führte uns erneut zusammen und Bruno packte verschiedene Metallstücke aus, Eisen, Aluminium, Kupfer und verschieden andere Dinge. "So", sagte er, daraus machen wir jetzt feine Späne, eine dafür passende Feile habe ich mitgebracht" So begannen wir, an den Metallstücken herumzufeilen und die kleinen Metallspäne sorgfältig auf einem Blatt Papier zu sammeln. Nach einiger Zeit waren die verschiedensten Pülverchen entstanden, die nun unserer Mischung hinzugefügt. Das Papprohr wurde inzwischen von der einen Seite verschlossen und mit viel Isolierband umwickelt, dahinein füllten wir nun unsere Pülverchen. Nun noch eine Zündschnur, die Bruno, der Tausendsassa, schon am Abend vorher selbst hergestellt hatte, hinein und das Ganze verschließen.
Und jetzt hieß es warten.
In der Nacht, wir durften in unserem Keller auch ein wenig Silvester feiern, machten wir uns, mit vielen Streichhölzern bewaffnet, auf den Weg den Berg hinauf. Oben angekommen, der Platz sollte ein Baumstumpf sein, der unseren Böller aufnehmen sollte und als über dem Ort die erste Rakete aufstieg, zündeten wir unser selbst hergestelltes Feuerwerk.
Aber er wollte nicht explodieren! Die eine Seite des Rohrs öffnete sich und unser Konstrukt begann zu fliegen, stieg torkelnd auf, sich dabei in der Luft mehrfach überschlagend und zog einen wunderschön bunten Schweif hinter sich her.
In einer Höhe von wohl über einhundert Metern explodierte unser zu einer Rakete mutierter Böller mit einem Krach, den wir so noch nie gehört hatten. Wir standen mit offenen Mündern und waren begeistert und glücklich darüber, dass uns ein solch außergewöhnliches Silvesterfeuerwerk gelungen war.
Aber wie immer, unser Raketenstart hatte, wie eigentlich immer, wenn wir etwas angestellt hatten, ein Nachspiel. Anwohner aus einem der benachbarten Häuser hatten unsere Eltern informiert und so hatten wir am Neujahrstag allerlei Erklärungen abzugeben.
Egal, schön, spannend und auch aufregend war es doch!
(c) Rolf Glöckner
Die hier veröffentlichten "Kleinen Geschichten" sind mein geistiges Eigentum. Sie unterliegen damit dem Urheberrechtsschutz. Eine Weiterverarbeitung, sowohl elektronisch als auch in Printmedien, ganz oder in Teilen bedarf meiner ausdrücklichen Genehmigung, die vor der Verwendung einzuholen ist. (c) Alle Rechte vorbehalten! Rolf Glöckner, Oldenburg
Sonntag, 30. Dezember 2012
Samstag, 1. Dezember 2012
And the winner is....
Es war heute ein überraschender Tag. Tom Jay, der das Cover zu meinem Buch "Spiegelwelten Die zwölf Bücher" gestaltete, hatte mit allen Covern, die aus seiner Produktion stammten, einen kleinen Wettbewerb ausgeschrieben, bei der Stimmen abzugeben waren, Stimmen, welches Cover denn am Besten gefiel.
Heute erschien das Ergebnis!
Das Cover zu meinem Buch hatte gewonnen. Darüber freue ich micht und danke allen, die diesem Cover ihrer Stimme gaben und es so erfolgreich machten.
Mein Dank gilt natürlich Tom Jay, der diese Titelseite sehr professionell und mit viel Gefühl für den Inhalt des Buches gestaltete. Eine Empfehlung für ihn und ein Folgeauftrag, so es denn dazu kommt, ist ihm gewiss!
Und hier ist das Siegercover:
Nochmals mit einem lieben Dank an alle Beteiligten
(c) Rolf Glöckner
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