Die hier veröffentlichten "Kleinen Geschichten" sind mein geistiges Eigentum. Sie unterliegen damit dem Urheberrechtsschutz. Eine Weiterverarbeitung, sowohl elektronisch als auch in Printmedien, ganz oder in Teilen bedarf meiner ausdrücklichen Genehmigung, die vor der Verwendung einzuholen ist. (c) Alle Rechte vorbehalten! Rolf Glöckner, Oldenburg
Donnerstag, 29. März 2012
Sonntag, 18. März 2012
Sparen, wie man das in öffentlichen Haushalten versteht!
Ich las es in meiner Gazette und ich erinnerte mich schwach:
Mitte des letzten Jahres beschritt die Stadtverwaltung neue Wege und bat ihre Bürger, Vorschläge zur Gestaltung des Haushaltes für das Fiskaljahr 2012, insbesondere aber des Sparens in demselben, aufzuschreiben und einzusenden.
Dazu konnte man sich bewerben und für die Auswertung der eingegangenen Vorschläge wurde wahrscheinlich jemand eingestellt. (Spart schon mal nicht, kostet nur). Nach langen Beratungen über diesen sogenannten Bürgerhaushalt wurde es öffentlich: Kein einziger der von Bürgern eingereichten Vorschläge wurde angenommen! Dafür wollte man einen autofreien Sonntag und ähnlichen Unfug! (Spart nicht, kostet nur)
Statt dessen empfahl der Bürgermeister, man solle doch die Grundsteuer und auch die Gewerbesteuer erhöhen, das würde dem "Sparhaushalt" etwa 1,5 Millionen einbringen. Jetzt endlich wurde über den Haushalt 2012 beraten. Es ist jetzt März 2012, warum wurde das nicht schon Ende 2011 beschlossen?
(In der freien Wirtschaft nennt man so etwas ein abweichendes Wirtschaftsjahr und das ist durchaus statthaft!)
Aber so ergab es sich nun: Die Steuererhöhungen wurden mehrheitlich abgelehnt.
Was nun, Stadtverwaltung, jetzt kannst Du ja nicht mehr sparen! Was willst Du machen? Neue Schulden? Neue Kassenkredite? Längst bist Du pleite!!!!
Sparen, indem man Steuern erhöht und das noch auf dem Rücken der Bürger ist kein Sparen, das ist schlimmstes Abgreifen von Bürgergeld. Nun begreift endlich, dass man nur so viel Geld ausgeben kann, wie man einnimmt und wenn man davon am Endes des Jahres etwas übrigbehält, dann hat man gespart!! Alle anderen Behauptungen haben mit "Sparen" nicht das geringste zu tun! Und die Schulden????
Begreift es endlich. Es gilt für alle öffentlichen Haushalte, für Kommunen, die Länder und insbesondere den Bund.
mit wutbürgerlichem Ärger
(c) Rolf Glöckner
Mitte des letzten Jahres beschritt die Stadtverwaltung neue Wege und bat ihre Bürger, Vorschläge zur Gestaltung des Haushaltes für das Fiskaljahr 2012, insbesondere aber des Sparens in demselben, aufzuschreiben und einzusenden.
Dazu konnte man sich bewerben und für die Auswertung der eingegangenen Vorschläge wurde wahrscheinlich jemand eingestellt. (Spart schon mal nicht, kostet nur). Nach langen Beratungen über diesen sogenannten Bürgerhaushalt wurde es öffentlich: Kein einziger der von Bürgern eingereichten Vorschläge wurde angenommen! Dafür wollte man einen autofreien Sonntag und ähnlichen Unfug! (Spart nicht, kostet nur)
Statt dessen empfahl der Bürgermeister, man solle doch die Grundsteuer und auch die Gewerbesteuer erhöhen, das würde dem "Sparhaushalt" etwa 1,5 Millionen einbringen. Jetzt endlich wurde über den Haushalt 2012 beraten. Es ist jetzt März 2012, warum wurde das nicht schon Ende 2011 beschlossen?
(In der freien Wirtschaft nennt man so etwas ein abweichendes Wirtschaftsjahr und das ist durchaus statthaft!)
Aber so ergab es sich nun: Die Steuererhöhungen wurden mehrheitlich abgelehnt.
Was nun, Stadtverwaltung, jetzt kannst Du ja nicht mehr sparen! Was willst Du machen? Neue Schulden? Neue Kassenkredite? Längst bist Du pleite!!!!
Sparen, indem man Steuern erhöht und das noch auf dem Rücken der Bürger ist kein Sparen, das ist schlimmstes Abgreifen von Bürgergeld. Nun begreift endlich, dass man nur so viel Geld ausgeben kann, wie man einnimmt und wenn man davon am Endes des Jahres etwas übrigbehält, dann hat man gespart!! Alle anderen Behauptungen haben mit "Sparen" nicht das geringste zu tun! Und die Schulden????
Begreift es endlich. Es gilt für alle öffentlichen Haushalte, für Kommunen, die Länder und insbesondere den Bund.
mit wutbürgerlichem Ärger
(c) Rolf Glöckner
Samstag, 18. Februar 2012
Keine Lust zu kochen?
Keine Lust zu kochen?
Hier ein mediterranes Rezept für zwei Personen, die Zubereitung braucht für die Vorbereitung 10 Minuten, für das überbacken 15 Minuten. Es geht also sehr schnell und kann als kleine Mahlzeit dienen.
250 Gramm Feta (kann auch "Hirtenkäse sein) etwas fester.
4-5 Stangen Lauchzwiebeln
Salz
Pfeffer aus der Mühle
Paprikapulver scharf
Einige eingelegte Tomaten.
Olivenöl kalt gepresst
1 Paprikaschote
2 Tomaten
1 kleines Vollkornfladenbrot
Eine feuerfeste Form
Zubereitung:
Feta in gleichmässige Scheiben schneiden und in die feuerfeste Form nebeneinander legen, salzen, pfeffern, mit Paprikapulver bestreuen, kleingeschnittene eingelegte Tomaten hinzugeben und das ganze mit in Röllchen geschnittene Lauchzwiebeln bestreuen. Zum Abschluß einen kräftigen Schuß Olivenöl hinzugeben, fertig.
4-5 Stangen Lauchzwiebeln
Salz
Pfeffer aus der Mühle
Paprikapulver scharf
Einige eingelegte Tomaten.
Olivenöl kalt gepresst
1 Paprikaschote
2 Tomaten
1 kleines Vollkornfladenbrot
Eine feuerfeste Form
Zubereitung:
Feta in gleichmässige Scheiben schneiden und in die feuerfeste Form nebeneinander legen, salzen, pfeffern, mit Paprikapulver bestreuen, kleingeschnittene eingelegte Tomaten hinzugeben und das ganze mit in Röllchen geschnittene Lauchzwiebeln bestreuen. Zum Abschluß einen kräftigen Schuß Olivenöl hinzugeben, fertig.
Im Backofen bei Umluft und 150 ° 15 Minuten überbacken, das Fladenbrot kann die gleiche Zeit mitgebacken werden.
Tomaten und Paprika waschen, die Paprika in Streifen schneiden, die Tomaten vierteln und auf zwei Tellern verteilen.
Garniert werden kann noch, je nach Wunsch mit schwarzen Oliven mit oder ohne Knoblauch, gefüllte Kirschpaprika, gefüllte Pepperoni und natürlich dem Fladenbrot.
Dazu serviert werden kann ein leichter Rotwein.
Guten Appetit (und wenn ich hungrig bin, schaffe ich es auch alleine)
(c) Rolf Glöckner
(c) Rolf Glöckner
Donnerstag, 16. Februar 2012
Vollkornbrot selber backen
Brotbacken, eine leckere Alternative
Seit einigen Jahren backe ich mein Brot, ausschliesslich Vollkorn, selbst. Es gibt viele Rezepte, die teilweise sehr umständlich zu realisieren sind, Backzeiten von mehreren Stunden haben und dann auch nicht das sind, was man eigentlich möchte.
Hier eins meiner Rezepte:
Grundausstattung zum Brotbacken:
2 Rührschüsseln (ich backe immer zwei Brote, das ist wirtschaftlicher)
Handrührgerät (ab 450 Watt aufwärts oder Küchenmaschine, die solch einen Teig kneten kann)
zwei mal 1000 g Brotbackmischung Ährenwort Vollkorn (gibt es bei Combi oder Famila)
Sonnenblumenkerne, geschält, ungesalzen,
Kürbiskerne
Sesamsaat
Vollkornhaferflocken
(oder was auch immer sie dem Brot beimischen wollen, z. B. Oliven)
Hier eins meiner Rezepte:
Grundausstattung zum Brotbacken:
2 Rührschüsseln (ich backe immer zwei Brote, das ist wirtschaftlicher)
Handrührgerät (ab 450 Watt aufwärts oder Küchenmaschine, die solch einen Teig kneten kann)
zwei mal 1000 g Brotbackmischung Ährenwort Vollkorn (gibt es bei Combi oder Famila)
Sonnenblumenkerne, geschält, ungesalzen,
Kürbiskerne
Sesamsaat
Vollkornhaferflocken
(oder was auch immer sie dem Brot beimischen wollen, z. B. Oliven)
Geben Sie die Backmischung in eine Rührschüssel und fügen Sie 900 ml lauwarmes Wasser hinzu, das ist schon alles.
Mit dem Rührgerät einen Teig anfertigen und je nach Geschmack entsprechend Kerne zusetzen.
Schüssel(n) abdecken und an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen.
Inzwischen die Brotbackformen gut fetten und ebenfalls Kerne in die gefetteten Formen geben.
Nach 30 Minuten den Teig in die Backform(en) füllen, glattstreichen, ggf wieder mit Kernen bestreuen und abgedeckte weitere 50 Minuten gehen lassen.
Nach Ablauf von 35 Minuten des Gehenlassens den Backofen (Ober und Unterhitze) auf 205 ° vorheizen.
Nach Ablauf der 50 Minuten die Formen in den Backofen geben und 65 Minuten backen.
Gut abkühlen lassen, in Scheiben schneiden und evtl. portionsweise einfrieren.
Nach Ablauf der 50 Minuten die Formen in den Backofen geben und 65 Minuten backen.
Gut abkühlen lassen, in Scheiben schneiden und evtl. portionsweise einfrieren.
Ich sage "Guten Appetit"
(und man kann zwischendurch noch etwas anderes erledigen)
(Rolf Glöckner)
Montag, 16. Januar 2012
Der "Landrat"
In seiner Nachbarschaft lebte eine Katzenfreundin, die wohl bestimmt zehn Katzen ihr eigen nannte. Ihre Nachbarn aus der kleinen Siedlung hatten ihr schon den Spitznamen "Katzen Anna" verliehen.
Was sollten die Freunde, sie hatten sich bereits verabredet, mit dem Nachmittag anfangen?
Lange grübelte er darüber nach, ob sich wohl die Möglichkeit zu einem weiteren Schelmenstreich böte, für welche die Freunde schon einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hatten.. Da kam ihm die Erleuchtung. Katzen liebten über alle Maßen den Geruch von Baldrian. Schnell waren die Freunde, nachdem sie eingetroffen waren, darüber informiert und es wurde nachgedacht, was man denn nun mit dem Baldrian anzustellen habe. Nach langem Überlegen sagte er: "Wir brauchen eine Wasserpistole!" "Wofür das denn?" wollten die Freunde wissen, nichtsahnend, was mit der Wasserpistole erreicht werden sollte. "Lasst uns erst einmal den Baldrian aus der Apotheke besorgen, flüssigen Baldrian natürlich." Langsam schwante den Freunden etwas und so zogen sie los, hinunter in den Ort. In der Apotheke trugen sie ihren Wunsch vor und der Apotheker fragte sie: "Für wen holt ihr das denn?" "Für meine Oma, sie kann so schlecht einschlafen, sie hat uns hergeschickt, ihr Baldrian zu bringen." "Dann schreibe ich euch noch eben auf, wie viele Tropfen die alte Dame vor dem Schlafengehen nehmen soll." Die Freunde kämpften mit einem Kichern, welches sich langsam in ihnen empor bewegte. Schnell verließen sie die Apotheke, um draußen dem Gelächter freien Lauf zu lassen. "Und nun?" wollten die Freunde wissen. "Jetzt brauchen wir die Wasserpistole, etwas Wasser um die Baldriantropfen zu verdünnen und dann füllen wir die Wasserpistole mit diesem Gemisch!" So richtig hatten die Freunde immer noch nicht verstanden, folgten ihm aber schnell bis in die Nähe des Hauses, in dem "Katzen-Anna" mit ihren vielen Katzen lebte. Gegenüber der Gartenpforte, in welchem sich die Katzen und Kater überwiegend aufhielten, stand eine dichte Buchenhecke, die die Freunde sich nun als Versteck aussuchten. Schnell war die Wasserpistole mit dem Gemisch gefüllt und ein erster Wasserstrahl schoss über den schmalen Weg, direkt an die kleine Gartenpforte. Sofort machte sich unter den Katzen Unruhe breit, sie begannen, an der Gartenpforte zu schnüffeln und sprangen hinüber auf den Weg. Jetzt, wo die Katzen herausgelockt waren aus ihrem Gartenrefugium, sollte es aber erst richtig los gehen. Die Jungen robbten an der Hecke entlang, bis sie direkt an der kleinen Straße, in die der kleine Weg mündete, anhielten und sich umschauten.
Und da! Es nahte ihr Opfer, ein älterer Mann, wohlbekannt unter dem Namen "Der Landrat", den Kindern nicht wohlgesonnen und bei den Erwachsenen nicht gut gelitten wegen seines besserwisserischen Gehabes. Der sollte es sein! Die Freunde ließen ihn vorbeigehen und als er sie gerade passiert hatte, verpassten sie ihm zwei bis drei Schüsse aus der Baldrianpistole. Die Katzen wurden aufgeregt und sprangen auf die Straße. Laut maunzend umkreisten sie den Landrat, der überhaupt nicht wusste, wie ihm geschah. Inzwischen war die Schar der Katzen auf bestimmt zehn Tiere angewachsen, wie toll geworden durch den Baldrianduft. Der "Landrat" wusste sich der Tiere nicht zu erwehren und begann, so schnell ihn seine kurzen Beine tragen wollten, zu laufen. Die Kinder konnten sich nun das Lachen nicht mehr verbeißen und lachten laut auf. Der Mann, der aber nun schon ein Stück entfernt war, hörte es gottseidank wohl nicht mehr, zumal die Katzen ihn laut miauend immer noch umkreisten und sogar versuchten an seiner Jacke emporzuspringen. Die ersten Nachbarn kamen durch das laute Miauen aufgeschreckt aus ihren Häuser und welches Schauspiel bot sich ihnen da! Viele Katzen, die wie wild um den "Landrat" herumtobten, es war ihnen unbegreiflich, wie solches hatte passieren können. Noch lange Zeit, niemand wusste ja, warum der "Landrat" so von den Katzen verfolgt worden war, sprachen sie nur noch von dem "Katzenfänger". Die Jungen aber behielten ihr Geheimnis für sich und bis heute ist davon nichts bekanntgeworden.
(c) Rolf Glöckner
Sonntag, 15. Januar 2012
Bombenalarm
Der Zweite Weltkrieg war zu Beginn des Jahres 1945 in seine Endphase eingetreten, die auf unserem Berg stationierte Flakstellung war inzwischen verlassen. Die dort ehemals stationierten österreichischen Offiziere und Soldaten hatten die Anlage bereits geräumt und hatten sich, vielleicht nicht ganz legal, auf den Heimweg gemacht. Die dort stehenden Gebäude in einem kleinen Buchenwäldchen waren, da überwiegend Baracken, abgerissen und auf Lastwagen verladen worden. Die Bunkeranlagen, von denen gab es einige, wurden mit einer Planierraupe einfach zugeschoben. Was dort hinterlassen worden war, wussten die Anwohner der kleinen Siedlung in der Nachbarschaft nicht und so ging es darum, das einmal zu untersuchen. Der erste Teil der Geschichte behandelt die Erlebnisse meines Onkels, denn der war derjenige, der das Suchkommando angeführt hatte.
An einer großen Bunkerstellung begannen sie zu graben, wussten sie doch, wo einstmals der Eingang gewesen war. Nachdem sie ein großes Loch geschaufelt hatten, fanden sie den Eingang, der mit einer Tür noch gesichert war. Schnell wurden die entsprechenden Werkzeuge herbeigeschafft und schon nach kurzer Zeit leistete die Tür keinen Widerstand mehr. Sie betraten, eine schnell angezündete Öllampe in der Hand, den ersten Raum, von dem aus noch einige Gänge in dem blakenden Licht der Lampe zu sehen waren. Und sie begannen zu suchen! Kleidung, auch einige Konserven, Flaschen mit undefinierbarem Inhalt, man würde sie später bei Licht untersuchen, allerlei Gerätschaften, Schuhe und vieles andere mehr wurde dort gefunden. Ein richtiger Schatz für die Männer. In einem weiteren Raum fanden sie mehrere große Munitionskisten. Schnell war die erste Kiste erbrochen und darin lagen, fein säuberlich aufgereiht, Granaten. Die Männer bekamen es doch mit der Angst zu tun, doch mein Onkel, immer vorneweg, drang darauf, die Granaten in ihren Kästen ans Licht zu bringen. Inzwischen würde er sich auf den Weg machen, um einen Handwagen zu holen. Gesagt getan. Mit einem inzwischen doch etwas mulmigen Gefühl wurden die Granaten auf den Handwagen verladen und ab ging die wilde Jagd, den Berg hinunter und auf die Hauptstraße. Die dörfliche Polizeiwache war ihr Ziel. Dort hielten sie, schon etwas erschöpft, ihren Handwagen an und mein Onkel verschwand in der Polizeiwache und kam nach kurzer Zeit mit dem im Ort stationierten Polizisten wieder heraus. Als dieser jedoch eine der Kisten öffnete und darin der Granaten ansichtig wurde, schrie er auf, rannte in seine Wache, die Männer hörten eine Tür knallen und sie sahen den Polizisten über das angrenzende Feld davonlaufen. Was nun tun, fragten sich die Männer, als sie hinter sich ein rumpelndes Geräusch vernahmen. Ein Militärlastwagen kam auf sie zugefahren und hielt an. Heraus stürmten einige Soldaten, umringten den Handwagen und einer der Soldaten, wohl ein höherer Dienstgrad fragte die Männer: "Woher habt ihr diese Munition?" Mein Onkel antwortete wahrheitsgemäß und bekam dafür einen Verweis zu hören. Inzwischen hatten die Soldaten die Kisten untersucht und es erhob sich ein Gelächter, welches an den Polizisten gerichtet war, der inzwischen wieder aus seiner Polizeistation lugte. "Mensch, das hättest Du aber doch erkennen können, dass es sich bei dieser Munition lediglich um Nebelgranaten handelt!" Die Kisten wurden auf den Lastwagen geladen und die Männer zogen mit ihren nun leeren Handwagen heimwärts, nicht ohne sich über dieses Abenteuer diebisch zu freuen.
Doch das war nur der erste Teil der Geschichte, im zweiten Teil, die viel später spielte, waren meine Freunde und auch ich an einer weiteren Grabung beteiligt.
Es begann damit, dass einer meiner Freunde, wir bauten gerade eine Bude, anfing, einen kleine Hügel in der Nähe nach Baumaterial zu untersuchen. Plötzlich gab es ein rutschendes Geräusch und er war fast zur Hälfte im Boden verschwunden. Meine Freunde und ich zogen ihn heraus und wollten nun wissen, wie so einfach hatte im Boden verschwinden können. Wir fanden einen halb verschütteten Eingang zu einem kleinen Bunker, der wohl zur Beobachtung der Lage von der ehemaligen Flakstellung eingerichtet worden war. Nach Hause rennen und noch einige Schaufeln holen war eins. Nach einiger Zeit war der Raum unter dem Eingang freigelegt und wir fanden in der Ecke des Raumes ein Paket. Schön verpackt in Stoff, darunter Ölpapier, fanden wir eine Pistole mit der dazugehörigen Munition. Das musste ja unbedingt ausprobiert werden und da ich schon bei den Sportschützen tätig war, untersuchte ich die Pistole, entnahm das Magazin, füllte einige Patronen hinein, zielte auf den nächsten Baum und schoss. Mit einem lauten Knall entlud sich die Pistole, der Rückschlag schleuderte meine Hand nach oben und getroffen? Nein, getroffen hatte ich wohl nichts. Nach einigen weiteren Versuchen, die Freunde hatten sich ebenfalls versucht, packten wir alles wieder zusammen, verschnürten es gründlich und machten uns auf den Weg zur immer noch an der gleichen Stelle befindlichen Polizeiwache. Dort gaben wir unser Fundstück ab. Der Polizeibeamte untersuchte das Paket, nahm die Pistole heraus, roch daran, sah uns nachdenklich an und fragte dann mit strenger Stimme: "Aber geschossen habt ihr damit nicht oder?" Ängstlich verneinten wir seine Frage. Er sah uns an, lächelte mir zu, er war ebenfalls ein Sportschütze in unserem Verein und sagte: "Na gut, dann will ich nochmal ein Auge zudrücken, aber ihr sagt mir noch, wo ihr das gefunden habt." Wir gaben ihm die gewünschte Auskunft und waren damit entlassen. Ziemlich erleichtert machten wir uns auf den Heimweg. Am nächsten Tag sahen wir an unserer Grabungsstellen einen Lastwagen mit der Aufschrift "Kampfmittelräumdienst" stehen und kurz danach war der Beobachtungsbunker erneut verfüllt und noch einmal wollten wir hier nicht mehr graben, es gab ja noch andere Stellen.
Heute gibt es die Siedlung bis auf wenige Anwohner nicht mehr und Kenntnisse über die Hinterlassenschaft des Krieges sind wohl nicht mehr vorhanden.
Nun haben landwirtschaftliche Flächen wohl einiges dieser Flakanlage überdeckt. Im Hintergrund das damalige Klöcknerwerk
(c) Rolf Glöckner
Mittwoch, 4. Januar 2012
Reiterei und Schatzsuche
Bruno kam ganz aufgeregt auf seinen Freund zu gesprungen. "Sie sind da, sie sind da", rief er aus, "sie sind gekommen, da müssen wir heute Nachmittag gleich hin!" "Heute noch nicht, laß sie erst einmal ihre Zelte und sonstigen Unterkünfte aufbauen, morgen dann werden wir schon bestimmt helfen können", antwortete er seinem aufgeregten Freund.
Wer war gekommen? Na, die Engländer waren zum jährlichen Reitturnier auf dem Rittergut, welches versteckt im Wald lag, angekommen. Der zweite Weltkrieg hatte es möglich gemacht. Wieso? Als die Besatzer, hier waren es die Engländer, kamen und das alte Rittergut in Beschlag nahmen, stellte sich heraus, das nicht nur die Besitzer des Gutes sonder auch der Kommandeur der englischen Einheit ausgesprochene Pferdenarren waren. Auf dem Gut wurden schon seit langem Araberpferde gezüchtet und aus dieser Zeit resultierten diese Freundschaft und die Besuche der Engländer, die zu einem großen Reitturnier ihre Pferde von der Insel mitbrachten, um auf den Reitplätzen der großen Gutsanlage ihre Reiterspiele abzuhalten.
Für die Jungen war das ein besonderes Erlebnis, einmal das alte Herrenhaus zu sehen, Pferde führen zu dürfen und bei den verschiedenen Wettbewerben zuschauen zu können.
Am nächsten Tage machten sie sich mit ihren Rädern auf den Weg. Ein großes Getümmel empfing sie, überall wurden Pferde bewegt, der Platz für das anstehende Springreiten war bereits hergerichtet und schon bald begann es, natürlich hatten die Engländer ihre Musikkapelle mitgebracht, mit einem Ummarsch und lauter Blasmusik zur Eröffnung der Veranstaltung.
Schick angezogene Menschen bewegten sich zwischen den Turnierplätzen, dem alten Herrenhaus und den beiden Torhäusern auf und ab, immer darauf bedacht, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Den Jungen war das egal, sie wollten nur irgendwie an der Veranstaltung beteiligt werden und dabei half ihnen ein Pferdeknecht, den sie von Besuchen auf dem Gut kannten. Er rief sie zu sich heran und verteilte Aufgaben wie Pferde führen, trocken reiben, striegeln, Wasser geben, füttern und was der Aufgaben dort mehr waren. So verging der Nachmittag wie im Fluge und als alle Arbeit getan war, gab es für jeden eine große Tafel Schokolade von einem Geschmack, wie sie ihn nur hier, nur bei diesem Reitturnier und nur bei den Engländern erfahren durften.
Die englischen Millitärs, die Veranstaltung wurde als ein Manöver getarnt, hatten auch mindestens eine Kompanie Soldaten mitgebracht, die sich in einem Waldstück niedergelassen hatten. Sie würden wohl noch etwa vierzehn Tage hier "üben", da mußten sich die Jungen noch etwas in Geduld fassen. Ja wofür denn in Geduld fassen?
Auf den Tag der Abreise der Engländer natürlich, denn dann gab es allerlei zu graben! Alles das, was die Soldaten nicht mehr zur Rückreise auf die Insel benötigten, wurde schlankweg vergraben oder einfach weggeworfen, und dass war so allerlei!
Als dann Ruhe im Wald und in der Nähes des Gutes eingekehrt war, machten sich die Freunde, bewaffnet mit allerlei Grabewerkzeug auf, um das nun verlassenen Camp der Engländer mit fast wissenschaftlicher Akribie zu durchsuchen. Und es lohnte sich wieder einmal!
Nicht nur Schokolade und Weißbrot (noch verpackt), sondern auch Kaugummi, eine Menge Dosen gefüllt mit Brennspiritus, Marmelade in Tuben, vielerlei einfach so weggeworfene Konserven und verschiedenstes Feldgeschirr wurde ausgegraben oder es lag vergessen an einem Platz, wo einmal ein großes Küchenzelt gestanden hatte. Die Eltern würden sich über die mitgebrachten Schätze freuen, war es doch für die Jungen schon etwas Besonderes, von den Ausgegrabenen und gefundenen Lebensmitteln an einem der nächsten Tage ein daraus zubereitetets Mittagessen zu Hause vorzufinden.
Schon bald waren die mitgebrachten Jutesäcke gefüllt und mit allerlei Ächzen und Stöhnen machten sich die Jungen, die Räder schwer bepackt, auf den Heimweg.
Die Militärs würden ja im nächsten Jahr bestimmt wiederkommen. Für die Jungen, die Veranstaltung fand immer zur Sommer- und Ferienzeit statt, war der Tag nach Beendigung des Manövers immer ein wenig wie Weihnachten.
Heute gibt es dieses Gut in der beschrieben Form nicht mehr und einige der Stallungen sind doch schon sehr verfallen, aber verschiedene Investoren versuchen derzeit, zu retten, was zu retten geht.
(c) Rolf Glöckner
Abonnieren
Posts (Atom)


