Samstag, 8. Oktober 2011

Von Chicago nach New Orleans September 2011 Teil 15

New Orleans zum Ersten

Nachdem ein wenig Ruhe eingekehrt war, wollten wir doch noch die Sehenswürdigkeiten der Stadt erwandern, denn das Hotel lag sehr günstig in Downtown, dem Bereich der Wolkenkratzer, aber der Mississippi mit seinen Schiffen, dem Moonwalk und den Riverwalk, French Quarter und auch die Bourbon Street waren gut per Pedes erreichbar. Zuerst aber gingen wir an den Fluß, den Ol' Man River, einfach um nur zu schauen. Später dann machten wir uns auf zur Bourbon Street mit ihren schrillen Geschäften und der Musik, die sich irgendwo an einer Ecke positionierte und jazzte, was das Zeug hielt. Einige Eindrücke von dieser Stadt am Abend sollen hier festgehalten werden.



 Der Riverwalk ist ein großen Zentrum entlang des Mississippi mit vielen Restaurants und vielen Geschäften, auch eine Daueraustellung von Weihnachtsschmuck ist hier ständig in Betrieb. Leider mußten wir den Besuch dieser Einkaufsmeile verschieben, man schliesst um 19:00 Uhr. Was könnte man hier am Abend noch für Umsätze mit den Touristen machen!




Downtown wird überragt von großen Hotelpalästen
Auf dem Fluß gibt es noch "echte" Raddampfer, mit denen man Flußkreuzfahrten mit Essen und Musik unternehmen kann, um dann später, wenn man zurück ist, noch in French Quarten etwas Musik zu hören, etwas zu trinken und den manchmal echt aufreizend gekleideten Mädchen zuzusehen, die auf der "Piste" unterwegs sind.






Beleuchtete Palmen überall.










Später am Abend trafen wir noch Schwester und Mann und tranken in einer Brauereigaststätte ein "Weizenbier", woraus das aber bestand, da waren sich die Gelehrten nicht recht einig, es schmeckte schon ein wenig seltsam.

Am nächsten Morgen, nach einem Frühstück mit echtem Geschirr und Besteck, allerdings doch wieder mit Plastikverpackungen, ging es wieder in den Bus, Ziel waren die Swamps, Sümpfe, die unter anderem die Heimat von Alligatoren sind, einen hatten wir ja schon gesehen.
Am Ziel angekommen, einer Station, sie bestand aus einer kleinen Unterkunft, zwei Booten und natürlich einem Shop, stiegen wir zusammen mit dem Ranger auf das Boot und fuhren nach dem Lesen dieser Warnung in die Wildnis hinaus.

Das Boot, von kundiger Hand gesteuert, brachte uns in die Swamps und einige Marsh Mellows ins Wasser geworfen, lockte auch gleich die ersten Alligatoren an, die diese Leckerei wohl besonders gern mögen.
Etwas später, der "Chef" der Alligatoren, ein besonders großes Exemplar, war soeben eingetroffen, sollten wir noch etwas Besonderes erleben, eine Alligatorenfütterung.




Schwimmende Inseln, ein gutes Versteck für die Alligatoren. Das Wasser ist sehr fischreich, wenns also gerade mal keine Hühnerflügel gibt, kann auch genügend Fisch erbeutet werden.



 



Hier liegt schon das Futter bereit und die Tiere wissen genau, was jetzt passieren wird: An einem eisernen Haken hälte der Ranger die kleine Leckerei den Alligatoren direkt vor die Nase










Dieses Exemplar liess der ganze Trubel kalt, obwohl,
ein Auge war immer bei der Sache.



Am Ufer saß eine Waschbärenfamilie, um zu schauen, ob nicht der eine oder andere Hühnerflügel für sie dabeisein könnte. Aber aufpasssen, Alligatoren mögen auch Waschbären!
Eine Sumpfzypresse, einer der typischen Bäume in dieser Landschaft.




Als Andenken brachte ich mir aus dem Shop ein kleinen silbernen Alligator mit und hängte ihn mir um den Hals. Er begleitet mich auf vielen Wegen und oftmals werde ich gefragt, woher dieses Schmuckstück denn wohl stamme.

Die nächste Überraschung folgte auf dem Fuße!  Mit dem Bus fuhren wir weiter in Richtung  Baton Rouge, um dann auf eine kleine Straße abzubiegen. Diese führte uns nach Oak Alley aus der Zeit der Südstaaten, des Baumwollanbaus und auch der Sklaverei. Zum Herrenhaus führt eine Allee von Live Oaks, also Lebenseichen, die schon das stolze Alter von 300 Jahren erreicht haben.
Ein fantastischer Anblick, den wir allerdings nur gegen ein saftiges Eintrittsgeld geniessen konnten.


Das Herrenhaus wurde uns von einem Führer vorgestellt, viele der "Schätze" die dort gezeigt wurden, sind noch "ante bellum", also aus der Zeit vor dem Bürgverkrieg. Auch die Kleidung der Mitarbeiter dort entsprachen der Blütezeit dieser Anlage.


Nun wollten wir noch nach Baton Rouge, das Capitol besichtigen. Leider kamen wir zu spät, das Gebäude war schon geschlossen und so konnte man nicht ganz nach ober fahren, um sich einen Überblick über die Stadt zu verschaffen. Dennoch einige Ansichten, bevor wir zurückfuhren nach New Orleans.



Nach diesem vergeblichen Aufenthalt ging es zurück nach New Orleans, noch einen kleinen Bummel, ein deutsches Bier und etwas Pizza und wieder war ein ereignisreicher Tag zu Ende.

(c) Rolf Glöckner


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen