Freitag, 7. Oktober 2011

Von Chicago nach New Orleans September 2011 Teil 14

Nach New Orleans

Wie immer um 9:00 Uhr wurden zum vorletzten Mal die Koffer verladen, denn jetzt sollte die Fahrt nach New Orleans gehen. Inzwischen waren wir auch in Louisiana angekommen.


Unterwegs wurde an einer Mall Halt gemacht, wir wollten noch einige Lebensmittel kaufen. Leider gab es dort nur die Riesenpackungen und so hob im Bus ein reges Tauschen der erworbenen Dinge an.
Erneut erreichten wir den Golf von Mexico und bewegten uns durch die "Swamps", das sind Sumpfgebiete mit allerlei Getier. Wir machten Halt, nachdem der große Bus endlich einen Parkplatz gefunden hatte, am "Bayou Sauvage-Wildpark", um dort einen Trail, so nennt man die befestigten Wege, durch das Sumpfgelände zu gehen.

Übrigends, die Mücken nennt man hier nur "Moscitos", alle hatten sich beim Einkauf mit reichlich Mückenspray eingedeckt und kaum aus dem Bus ausgestiegen, hob ein eifrieges Sprühen an. (Stank fürchterlich und nahm mir bald den Atem) Wir dagegen vertrauten einem alten Hausmittel, einem Eukalyptusöl und siehe da, wir wurden nicht belästigt, was man von einigen Mitgereisten nicht sagen konnte. Bei großer Hitze und großer Luftfeuchtigkeit machten wir uns auf den Weg durch das Sumpfgelande. Auch einige Tiere, wie Reiher und andere Wasservögel bekamen wir zu sehen. Und da war er: der erste Alligator in meinem Leben.  Er schaute nur zu uns herauf, bevor er in dem schlammigen Wasser untertauchte und das, was dann noch zu sehen  war, erinnerte mehr an einen treibenden Baumstamm.





Die Sumpfgebiete, die Swamps sind für viele Tiere ein Lebensraum, in den der Mensch nur mit Schwierigkeiten eindringen kann und bieten Platz auch für viele Pflanzen und Bäume, wie diese Sumpfzypresse.





Auch wilde Kürbisse, klein wie Tomaten, hatten sich überall am Wegesrand angesiedelt.






.... und es blühte überall.








Nachdem wir den Bus wieder erreicht hatten, waren auch die "Sprüher" genügend ausgelüftet, um den Bus wieder besteigen zu können und weiter ging die Fahrt Richtung New Orleans. Dabei fuhren wir über Brücken, die man der Einfachheit halber quer durch den Golf gebaut hatte und die kilometerlang waren. Die große Brücke, die über den Mississippi gebaut wurde, ist das Tor zu New Orleans.



Inzwischen war auch die Zeit für einen Lunch gekommen und so machten wir Station, das Hotel war sicher auf unsere Ankunft nicht vorbereitet, in einem Vorort von New Orleans, genannt "Gretna" Warum ausgerechnet dieser Name ausgewählt wurde, konnte nicht erklärt werden, sind doch die Bewohner hier überwiegend deutschstämmig.


In diesem kleinen Ortsteil, in dem auch die Schäden von "Katrina"  noch deutlich zu sehen sind, hielten wir an einem kleinen Visitor Center, vor dem ein Denkmal dem "Gretna's native Son, Mel Ott, New York Giants, 1926 - 1947, Baseball Hall of Fame, 1951" eine besondere Ehrung erwies. Im Center selbst, es ging ja um einen Lunch, wurden wir umfangreich mit Informationen versorgt und machten uns auf den Weg.













Der Ort bot viele Ansichten auf eine Südstaaten typische Architektur, auf einige Veranden war auch der obligatorische Schaukelstuhl präsent.






 Auch die Bourbonenlilie, die auch heute noch die enge Verbindung zu Frankreich aufzeigt, war an vielen Bauten und auf Fahnen angebracht.










Schon bald fanden wir das gesuchte Restaurant, mehr zwischen Fastfood und "Gutbürgerlich" angesiedelt, dort wollte zumindest ich eine typisch "Deutsche Spezialität" probieren, den "Reussen", bestehend aus zwei Scheiben Weißbrot als ein Sandwich, reichlich Ham, Cheddar-Cheese und als Krönung gekochtes Sauerkraut! Dazu gab die obligatorische Diet-Coke no ice. Ein zweite Bestellung war ein Chicke-Sandwich.
Alles war ok, aber leider nahm ich, nachdem wir die sehr schmackhaften Sandwiches zu uns genommen hatten, der Bedienung doch die Illusion, das es sich bei dem Teil mit dem Sauerkraut um ein typisch deutsches Gericht gehandelt hätte. Wir haben dann gemeinsam, es waren inzwischen noch andere Gruppenmitglieder angekommen, darüber herzlich gelacht. Schon bald ging es zurück zum Bus, wieder über die Brücke zu unserem Hotel, dessen Personal wohl, so kam es uns jedenfalls vor, noch nie eine Gruppe von über 40 Personen eingecheckt hatte, denn es dauerte fast eine Stunde!


Überwältigt von den vielen Eindrücken des Tages war erst einmal Ruhe angesagt, bevor wir dann doch hinausgingen, etwas Essen und die Bourbonstreet lockte. Aber davon später mehr.

(c) Rolf Glöckner













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