Von Vicksburg nach Biloxi, das war so geplant, machten wir doch zwischendurch noch Station in Jackson (Hauptstadt des Staates Mississippi, I'm goin' to Jackson), denn dort gab es ebenfalls etwas anzuschauen. Die Gruppe, schon ziemlich müde, wie man hier deutlich sieht, machte sich wieder einmal auf den Weg zum Bus.
Zuerst einmal aber ein Missisippi-Panorama mit der "Mississippi Bridge".
Nach einer angenehm kurzen Fahrt erreichten wir Jackson, die "Hauptstadt" eines Staates der USA, in der die Arbeitslosigkeit etwa 40 % beträgt und der Anteil der farbigen Bevölkerung bei etwa 80 % liegt.
Anschauen wollten wir hier die "Governors Mansion", das "Alte Capitol", welches, es war Montag, an diesem Tag leider geschlossen war. So blieb uns nur ein Rundgang um das Gebäude und die Denkmäler ringsumher, bevor wir mit dem Bus zu einem Fotostopp zum neuen Regierungssitz fuhren. Während viel aus der Gruppe den Bus verliessen, um die Gelegenheit für einen Schnappschuß wahrzunehmen, blieb ich im Bus sitzen, denn so spannend war die Ansicht nun auch wieder nicht.
Da wir uns aber in den Südstaaten befanden, waren auch Inschriften, mit welchen der Opfer des Bürgerkrieges gedacht wurde, zu sehen. Schon bald ging es wieder in unser rotes Transportgefährt. Das nächste Ziel auf dem Wege nach Biloxi war ein Outlet Center mit einer Unzahl von Geschäften, von denen wir nur eines besuchten, ein Schuhgeschäft. Dort erstanden wir mit einer Gesamtsumme von 133 Dollar zwei Paar Laufschuhe und ein winziges Paar Schuhe für die kleine Enkelin. Es ist in der Gruppe, wir waren schon einige Male zusammen in den USA unterwegs, schon fast Pflicht, in Outlets zu kaufen, es ist in der Regel preiswert, auch wenn auf der Rückreise wegen des Koffergewichtes schon mal zwei Jeans und zwei Pullover übereinander angezogen werden mussten.
Nächstes Ziel: Biloxi.
Die Stadt, und wir waren am Golf von Mexico angelangt, bot einen friedlichen Anblick und das hatte wohl den Grund darin, dass in den USA die Sommerferien vorbei waren und deshalb die Strände, so konnte man sagen, leer waren. An der langen Küstenstraße, die wir auf der Fahrt zu unserem Hotel entlangfuhren, waren noch immer Spuren der Verwüstungen zu sehen, die der Wirbelsturm "Katrina" angerichtet hatte.
Unser Hotel lag direkt am Ufer des Golfs, nur eine Straße trennte uns vom Wasser, ein erster Anblick durch eine Fensterscheibe, die einen Putzer lange nicht mehr gesehen hatte.
Der Strand war nahe und so zog es nach einer kleinen Pause die gesamte Familie hinaus ans Wasser, um den Sonnenuntergang, den fast leeren Strand und das Rauschen des Meeres in sich aufzunehmen.
Der Pelikan, es wimmelte nur so von ihnen, er ist hier dunkler als man ihn gemeinhin kennt, ist der Wappenvogel von Louisiana.
Mit dem Leuchtturm von Biloxi, das soll hier nicht unerwähnt bleiben, hat es eine besondere Bewandtnis:
Er ist der einzeige Leuchtturm, wahrscheinlich weltweit, der auf einem Grünstreifen zwischen zwei Fahrspuren einer Straße errichtet wurde.
Den Abend liessen wir dann bei einem Bier und dem Rauschen des Golfs von Mexico in Ruhe ausklingen.
Der nächste Tag sollte wieder einige Programmpunkte und sicher auch eine Überraschung beinhalten, weshalb wir uns ins Hotel begaben und uns dort zur Ruhe legten.
(c) Rolf Glöckner

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